IP Adresse
Die Datenkommunikation im Internet funktioniert auf Grundlage eindeutiger IP-Adressen. Eine IP Adresse identifiziert jedes, in einem TCP/IP Netzwerk, angeschlossene Gerät. Um jeden einzelnen Rechner in einem Netzwerk ansprechen bzw. erkennen zu können erfolgt eine „Namensgebung“, in Form einer IP Adresse. Sobald man sich im Internet z. B. über einen Provider registriert, erhält man eine eindeutige Nummer (IP Adresse). Dem Provider ist es möglich den Zugriff mit genauen Wegen, welche im Internet gegangen wurden mit Datum und Uhrzeit bis zu 6 Monaten zu speichern.
Durch eine IP Adresse können einzelne aber auch mehrere Empfänger, in Art einer Gruppe, bezeichnet bzw. erkannt werden. Nimmt ein Computer zur selben Zeit an mehreren Netzwerken teil so besteht die Möglichkeit, dass ihm mehrere IP Adressen zugeordnet sind.
Aufbau einer IP Adresse
Bei einer IP Adresse handelt es sich um eine 32 Bit große Zahl. Die aus vier verschiedene Zahlenteilen besteht, welche durch einen Punkt getrennt sind. Die Zahlen können zwischen 0 und 255 liegen. Jede Zahl hat eine Größe von 8 Bit. (4 Zahlenteile x 8 Bit= 32 Bit)
Eine gültige IP Adresse kann also wie folgt aussehen: xxx.xxx.xxx.xxx wobei (theoretisch) also Adressen von 1.0.0.0 bis 255.255.255.255 möglich sind.
Bespiel einer IP Adresse:193.156.7.238
Die oben genannte Schreibweise einer IP Adresse nutzt der Rechner allerdings nicht. Die dezimale Darstellung der Zahlen wird lediglich zur Eingabe in den Rechner benutzt. Der Computer verwendet die duale Schreibweise (zB. 1100 0011 0110…).
IP Adressen bestehen immer aus zwei Teilen. Zum einen aus der Netzwerkadresse und zum anderen aus der Adresse des Rechners im Netz, welche auch als Host bezeichnet wird. Wenn man eine solche Adresse genauer betrachtet, kann man leicht feststellen, dass viele verschiedene Adressen dieser Art gebildet werden können.
IP Adressen können in drei bzw. fünf verschiedene Klassen eingeteilt werden:
Klasse (Class) A:
xxx. xxx. xxx. xxx Netzwerkteil Hosts Hosts Hosts
Klasse (Class) B:
xxx. xxx. xxx. xxx Netzwerkteil Netzwerkteil Hosts Hosts
Klasse (Class) C:
xxx. xxx. xxx. xxx Netzwerkteil Netzwerkteil Netzwerkteil Hosts
Verdeutlichung der Adressklassen:
| Klasse | Wertbereich der 8 Bit | Beispiel/Erklärung |
| A | 0 bis 127 | 111.233.21.9 |
| B | 128 bis 191 | 132.22.78.54 |
| C | 192 bis 223 | 217.209.17.116 |
| D | 224 bis 239 | Multicastadressen |
| E | 239 bis 255 | Reserviert für künftige Nutzungen |
Erklärung Multicastadressen: Eine Multicastadresse ermöglicht in einem IP-Netzwerk, Daten an eine Gruppe von Empfängern zur gleichen Zeit zu senden.
Dynamischen und statische IP Adressen
Dynamische Adressierung:
Wird einem Rechner (Host) bei jeder neuen Verbindung mit einem Netz eine neue IP Adresse zugewiesen, nennt man dies dynamische Adressierung. Besonders Internet-Service-Provider, die Ihren Kunden Zugänge über Wählleitungen anbieten, nutzen gerne diese Form der Adressierung. Zum Vorteil hat die dynamische Adressierung, dass oftmals eine IP Adresse von mehreren Kunden genutzt werden kann, da nie alle Kunden zur selben Zeit im Netz sind. Üblich ist ein Verhältnis zwischen 1:10 und 1:20 (IP Adresse: Kunden).
Statische Adressierung:
In Ausnahme Fällen wie zum Beispiel für den Betrieb von Servern oder Netzwerk-Druckern können feste IP Adressen vergeben werden. Desweiteren verwendet man statische Adressierungen da, wo aus technischen Gründen keine dynamische Adressierung machbar oder sinnvoll ist. Statische Adressierungen werden vor allem für Router an Standleitungen eingesetzt.
Quellen:
Hunt, Craig (2003): TCP/IP. Netzwerk Administration. 3. Auflage, Köln.
http://www.computerlexikon.com/was-ist-ip+adresse, zugegriffen am 13.11.2008.
http://de.wikipedia.org/wiki/IP-Adresse, zugegriffen am 14.11.2008.