Java
Java, die objektorientierte Programmiersprache erreichte 1995 zum aller ersten Mal die Öffentlichkeit. Die Entwicklung dieser Sprache begann 1991 und wurde erfunden von Bill Joy, der einer der Mitbegründer von Sun Microsystems ist.
Wenn von Java die Rede ist, muss zwischen der Programmiersprache Java, der Java Virtual Machine und der Plattform Java unterschieden werden. Von der Programmiersprache Java werden Java Applikationen wie z.B. Applets oder Servlets entworfen.
Die Sprache ist eine hochaktuelle objektorientierte Programmiersprache, die sehr stark mit der Programmiersprache C++ verwandt ist. Die Designer von Java waren immer sehr bemüht, Java mächtig und sehr konkurrenzfähig zu machen, sowie einfach und verständlich für den User. Deswegen ist Java im Vergleich zu C++ eine einfachere Sprache, wodurch das Programmieren vereinfacht wird und es somit ermöglicht wird einen robusten und fehlerfreien Code zu schreiben. Wegen des eleganten Designs und den modernen Merkmalen, ist die Sprache Java unter Programmierern mit der Zeit sehr populär geworden.
Die Java Virtual Machine (JVM) dient als Java Interpreter und ist der wichtigste Bestandteil jeder Java-Installation. Java Programme sind portabel, aber nur auf die Plattformen, wo vorher schon ein JVM portiert worden ist. Sun Microsystems liefert dafür die entsprechenden Implementationen für das eigene entwickelte Betriebssystem Solaris, sowie für Microsoft Windows, Linux und Apple. Allerdings sind Interpreter in der Regel nicht gerade Leistungsstark. Schon aus diesem Grund hat sich Java immer mehr in den Vordergrund gespielt, weil das JVM bemerkenswert schnell ist und zu dem ständig weiterentwickelt wird. Die JVM führt die Java-Programme aus, indem die Bytecode-Anweisungen interpretiert werden. Durch diese Architektur ist Java schneller als andere Programme oder Skripte die in einer reinen Interpretersprache geschrieben wurden. Allerdings ist Java langsamer als C- oder C++, weil diese Sprachen direkt in native Maschinensprache kompilieren. Durch die Technologie Just-in-Time-Kompilierung (JIT-Kompilierung) ist es allerdings möglich, die Performance auf das gleiche Niveau wie bei C- oder C++ zu optimieren. Bei der JIT-Kompilierung werden die Java-Bytecodes zur Laufzeit in native Maschinensprache konvertiert, was die Ausführungsgeschwindigkeit von wiederholt ausgeführten Codes deutlich erhöht.
Die Java Plattform unterscheidet sich sowohl von der Sprache Java als auch von der JVM.
Bei der Plattform handelt es sich um eine vordefinierte Menge von Java-Klassen, die auf jeder Java-Installation existiert.
Java-Klassen sind Java-Module, die eine Datenstruktur und eine Reihe von Methoden (auch Prozeduren, Funktionen oder Subroutinen genannt) definieren, die für alle Java-Programme zur Verfügung stehen.
Ein wesentlicher Vorteil von Java ist, dass die Applikation nur einmal entwickelt werden muss, um überall wo die Java-Plattform unterstützt wird, ausgeführt werden zu können. Sun Microsystems bezeichnet diese Eigenschaft gerne mit folgendem Werbespruch: Write Once, Run anywhere.
Ein weiteres zentrales Thema von Java ist die Sicherheit. Bei der Sprache und der Plattform wurde seit der Entstehung ein Hauptaugenmerk auf das Thema Sicherheit geworfen.
Es ist möglich mit der Java-Plattform Anwender Codes von nicht vertrauenswürdigen Quellen herunter zu laden, um den Code in einer sicheren Umgebung ausführen zu können, wo kein Schaden auf dem eigenen System mit angerichtet werden kann. Somit kann es nicht passieren, dass ein Host-System mit einem Virus infiziert wird, sowie keine Dateien auf der Festplatte gelesen oder überschrieben werden können.
Quellen:
http://java.seite.net/wasisjava.html zugegriffen am: 30.03.07
http://www.dpunkt.de/java/ zugegriffen am: 30.03.07
http://www.oreilly.de/topics/java.html zugegriffen am: 30.03.07
Flanagan, D.: Java in a nutshell, 3. Aufl., Köln 2000