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Klickbetrug

„Viele Klicks, keine Kunden und hohe Kosten?“

Warum gibt es Klickbetrug?

Seit 1995 ist die Zahl der User im Web extrem gestiegen. Vor ca. 13 Jahren waren erst 250.000 Deutsche im Web und heute ist es weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung.

In der folgenden Gafik kann man die Entwicklung der Online-Nutzer Deutschlands in den letzten acht Jahre nachvollziehen.

Internetnutzung
 

Durch die Entstehung dieses neuen Mediums  hat sich für die Unternehmen eine recht günstige Werbequelle eröffnet. Der Vorteil der Internetwerbung gegenüber anderer Werbeformen liegt darin, dass die Reaktion der angesprochenen Verbraucher unmittelbar gemessen werden kann.

Im Bereich der herkömmlichen Werbemittel ist es fast unmöglich genau zu sagen, wie viele Personen sich die geschaltete Anzeige wirklich angeschaut haben. Im Gegensatz dazu lässt sich im Falle der Internetwerbung dies relativ leicht über die Klickrate feststellen.

Die Klickrate ist eine Kennzahl im Bereich des Internet-Marketings, welche die Anzahl der Klicks auf einen Werbebanner oder Sponsorenlinks im Verhältnis zu den gesamten Anzeigenschaltungen darstellt.

Durch diese Vorgehensweise  lassen sich Streuverluste wesentlich besser minimieren als in anderen Werbeformaten. Die Internetwerbung wird im Pay Per Click Verfahren abgerechnet, der Kunde bezahlt nur für wirklich ausgeführte Klicks, also wenn der Interessent tatsächlich auf die Webseite geleitet wird.

Vor allem durch die wachsende Bedeutung von Google und anderen Suchmaschinen gehört die Vermarktung von Werbeplätzen in den Ergebnislisten der Suchanfragen (Keyword Advertising) neben den klassischen Onlinewerbeformen wie Linktausch, E-Mail Werbung, Pop-Up Werbung und Bannerschaltungen zu den am meisten nachgefragten Marketing-Tools, denn diese „vermieten“ ihre Plätze und erhalten eine festgelegte Provision.

Eigentlich ist diese einfache Berechnung der Kosten pro Klick (Cost Per Click) für den Auftraggeber und den Auftragnehmer der Werbung  von Vorteil, da diese transparent und effektiv ist und man eine genaue Rückmeldung bekommt, wie oft die Werbung angesehen wurde.

Jedoch hat dieses Verfahren Schattenseiten, da auch Betrüger gemerkt haben, dass sich hier Geld verdienen lässt. Schätzungen zufolge wird mittlerweile jeder fünfte Klick auf eine Online-Anzeige nicht von einem interessierten Internet-Surfer, sondern von Softwareprogrammen, so genannten Klickbots, generiert, um die Klickraten zu erhöhen. Denn Klickbetrüger können manuell oder unter Zuhilfenahme von Programmen vorgehen.

Dabei werden kommerzielle Werbeflächen geklickt oder solche Klicks simuliert, um die hinter liegenden Abrechnungssysteme gezielt zu manipulieren.

In der nachfolgendenden Statistik sind die Kosten der Schädigung durch den Klickbetrug erkennbar und man sieht eine deutliche Steigerung von 2002 bis 2008.

 Klickbetrug

Hintergründe:                                            

Die Hintergründe für Klickbetrug sind vielfältig.  Nur von geringer Bedeutung sind hier sogenannte „Internet-Hooligans“, die ohne finanzielles Interesse handeln, denn einen viel größeren Anteil machen die Personen aus, die versuchen, ihre Konkurrenten finanziell zu schädigen.

Dazu klickt ein Mitbewerber mehrfach auf den Sponso­red Link seines Konkurrenten und dieser muss des­halb letzt­lich auch für Klicks zahlen, die nicht von seiner Zielgruppe stammen.

Die Schä­digung geht aber noch weiter: Durch ein Tages­budget legt der Werbetreibende die maximalen Ausgaben und damit die Anzahl der möglichen Klicks pro Tag fest. Ein Klickbetrüger wird des­halb einfach so lange auf einen gut gelisteten Link klicken, bis dessen festgelegte Tagessumme ausgeschöpft ist und der Link nicht mehr zu sehen ist.

Wenn der Konkurrent bei­spielsweise in der Nacht durch häu­figes Klicken das Budget aufbraucht, wird die Werbung am Tag gar nicht erst einge­blendet, was einen deutlichen Vorteil für den Wettbewerber bedeutet. Ein weiterer Hintergrund für Klickbetrug ist, dass Anbieter von Internetwerbungen versuchen Leistungen zu erschleichen.

So kann man sich durch Klicken auf eigene Anzeigen einen Vorteil verschaffen und Mehreinnahmen generieren oder durch Klicken auf Anzeigen eines bestimmten Themas den Pro Klick Preis erhöhen. 

Wie kann man Klickbetrug vermeiden?

 

Es gibt einige Möglichkeiten, um die Folgen des Klickbetruges zu umgehen, so ist ein wirksames Mittel, das Besucherverhalten auf seiner Website ständig zu überprüfen. Denn kennt ein Online Verantwortlicher das natürliche Verhalten auf seiner Seite, so kann er Abweichungen im Nutzerverhalten, die auf Klickbetrug hinweisen, schnell erkennen.

 

Vor allem wenn der Klickbetrug unter Zuhilfenahme von Programmen durchgeführt wurde, die die Klicks automatisch tätigen, werden Abweichungen vom Verhalten realer Website-Besucher schnell deutlich. Besonders auffällig sind in diesem Fall beispielsweise Seitenzugriffe, bei denen der mutmaßliche Besucher nach dem Aufruf der Startseite die Website direkt wieder verlässt.

 

Außerdem sind auch die großen Suchmaschinen, wie Google, Yahoo, Microsoft mittlerweile tätig geworden. Diese haben im August 2006 die „Click Measurement Working Group“ gegründet, die sich mit dem Kampf gegen den Klickbetrug beschäftigt.

 

 

 

 

Quellenverzeichnis

 

http://www.google.com/adwords/adtrafficquality/overview.html

 

http://www.bdzv.de/information_multimed+M5b5c9552f49.html

http://www.absatzwirtschaft.de/Content/Online-Marketing/Wissen/_pv/_p/1003198/_t/ft/_b/57958/default.aspx/klickbetrug-bringt-werbebudgets-in-gefahr.html

http://www.www-kurs.de/internetnutzung2.gif

http://www.klickbetrug.de/