One to One Marketing (alternativ 1:1 Marketing)
Unter One to One Marketing versteht man die Idee der Kundenorientierung, bei der ein Unternehmen jedem seiner Kunden das Gefühl vermittelt, er sei der Einzige. Als Erfinder des One to One Marketings gelten Martha Rogers und insbesondere der Customer Relationship Management - Experte Don Peppers, der mit seinem 1993 erschienen Buch "The One to One Future" den Begriff prägte. Unter One to One-Marketing "versteht man das individuelle Zuschneiden einer oder mehrerer Marketing-Maßnahmen auf jeden Kunden mit Hilfe statistischer Verfahren."(Quelle: Wikipedia.de) Das Ziel lässt sich mit "Individualisieren statt Personalisieren" bezeichnen. Statt einzelner Kundenmerkmale wie Einkommen oder Alter, Geschlecht, etc. werden komplette Kundenprofile durch Ansammlung von Kundendaten generiert. Klassischerweise geschieht dies durch Data-Mining und/oder auf Basis des Customer Relationship Managements. Ziel dieses Direktmarketing - Verfahrens ist es jedem Kunden ein auf seine persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot zukommen zu lassen. Entscheidende Vorteile derart gesteuerter Maßnahmen sind:
- höherer Response und damit geringere Kosten,
- weniger Spamming (Kunden werden nur angesprochen, wenn sie wahrscheinlich interessiert sind). Beispiel: Ein großer Autohändler erfährt durch Zukauf von seriösen Kundendaten, dass unter anderem einer seiner guten Kunden hochwertige Golfkurse im Alpenland bucht. Der Händler könnte diesem Kunden mit Hilfe dieser Information ein Prospekt mit Fotos der Golfplätze zukommen lassen, darin ein Angebot für einen Neuwagen mit Halterung für Golfausrüstung und bei Kauf des Wagens eine Woche Sporturlaub im Alpenland zusätzlich anbieten. Setzt der Autohändler dies bei allen seinen Kunden um, betreibt er effektives One to One Marketing.
One to One Marketing basiert auf der Idee, dass ein Unternehmen einzelne oder auserwählte Kunden möglichst exakt kennt. Durch Interaktion mit dem Kunden lernt das Unternehmen immer genauer, wie dieser Kunde behandelt werden möchte und welche Produkte und Dienstleitungen ihn ernsthaft interessieren. In diesem Zusammenhang besteht eine enge Verknüpfung mit Customer Relationship Management. Die Kundenbindung hat dabei gegenüber der Neukundenakquisition Vorrang.
Verwendete Literatur:
- Johne Thomas.: Marketing Praxis, 1.Auflage, Frankfurt a. M. 2001, S. 228f.
- Wirtz. Bernd: Electronic Business, 1. Auflage, Wiesbaden 2000, S.118.
- http://www.themanagement.de/Knowledgebase/Marketing/One2One.htm, zugegriffen am 28.01.2007.
- http://www.managingchange.com/onetoone/overview.htm, zugegriffen am 28.01.2007.
- Don Peppers: The Future One to One