Permission-Marketing (engl.) " Erlaubnismarketing (dt.)
„Die Erlaubnisvermarktung ist wie ein Rendezvous. Sie macht Fremde zu Freunden und Freunde zu lebenslangen Kunden."
Dies ist ein Zitat aus dem Buch „Permission Marketing“ von Seth Godin, einem führenden amerikanischen Internet - Unternehmer, welcher somit die Quintessenz des Begriffes reflektiert.
Aufgrund einer zunehmenden Überflutung von Werbeträgern und globalisierten Marken, sind die potentiellen Kunden nicht mehr bereits ihre kostbare Zeit mit Werbung zu verschenken. Heutzutage reagieren die Menschen immer verschlossener auf Werbung und somit sinken die daraus resultierende Aufnahmefähigkeit, Kaufbereitschaft und letztendlich auch der Unternehmenserfolg. Eine neue Möglichkeit die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen und langfristige Geschäftsbeziehungen aufbauen zu können, liegen in der Form des Permission-Marketings, ein Begriff welcher im Jahr 1999 erstmals von dem bereits benannten, Seth Godin geprägt wurde.
Definition
Permission-Marketing umscheibt das freiwillige Erlauben von zielgruppen-definierter Werbekampagnen, durch die potentiellen Endverbraucher. Mit anderen Worten erlaubt der Interessent dem Werbenden, ihm aktuelle und auf ihn abgestimmte Informationen und Angebote persönlich, telefonisch, per SMS, per Post oder via Email zu übermitteln. Ziel ist es eine nachhaltige Kundenbeziehung aufzubauen und mit dem gesammelten Wissen ein individuelles Angebot offerieren zu können.
Permission-Marketing und das Internet
Wie gewinnt man das Vertrauen der potentiellen Käuferschaft?Permission-Marketing basiert auf einen langen Prozess. Unternehmen die auf Erlaubnismarketing plädieren, möchten eine „Ehe“ mit dem Kunden eingehen und nicht wie bei anderen Marketingkonzepten einen „One – Night –Stand“. Deshalb ist der Erstkontakt des Unternehmens oftmals ein Serviceangebot und ein höfliches Angebot zur Kontaktaufnahme. Im Falle, dass der potentielle Endkunde Interesse hat, setzt er sich freiwillig mit dem Anbieter in Verbindung. Durch diese Vorgehensweise wird der Verbraucher direkt in den Prozess des Marketings involviert. Dies ist der Beginn einer Vertrauensebene zwischen Kunden und Unternehmen. Gegensätzlich zum Massenmarketing versteht die potentielle Käuferschaft Erlaubnismarketing nicht als nervend und zeitraubend, sondern als hilfreich und serviceorientiert.
Für mehr als 80% der Internetuser ist das Prüfen der Emails das wichtigste Tool im World Wide Web. Somit bietet das Internet, mit Hilfe von Emails, Newsletter und Webseiten, ein ideales Medium für Permission - Marketing.
Emails
Eine der häufigsten Varianten ist hierbei, dass der Kunde eine Fragestellung per Email an ein Unternehmen sendet. Im Jahr 1999 kamen bereits fünf Prozent der Kundenanfragen an Firmen per Email. Außerdem gibt es das klassische Email-Marketing, bei welchem sich der User angemeldet hat und durch das Unternehmen in regelmäßigen Abständen Informationen erhält.
Newsletter
Desweiteren wird von der Form des Email-Newsletters gebrauch gemacht. Hierbei werden an Datenbankregistrierte, an den bestehenden Kundenstamm und an Interessenten, Informationen, beispielsweise neue Produktinnova-tionen oder hilfreiche Hinweise, in einem festgesetzten Abstand versandt.
Hompage
Wenn das Unternehmen über eine ansprechende Homepage verfügt (und dies sollte der Fall sein), ist es auch hilfreich den Kunden eine Möglichkeit zu offerieren sich auf der Seite einzuloggen. Somit ist die Seite für den jeweiligen Endverbraucher personalisiert und für das Unternehmen ist es
eine einfache Form der Kundenneugewinnung.
Die drei Erfolgsversprechen in Anlehnung an Seth Godin
„Erlaubnismarketing wird erwartet, ist persönlich und relevant.“
Abbildung 1: Permission - Marketing
Im Folgenden werden dieses Zitat und die Abbildung, im Bezug auf die drei Erfolgsversprechen von Permission - Marketing aufgeschlüsselt.
Erwartung
Die Menschen haben bewusst die Erlaubnis offeriert von dem jeweiligen Unternehmen kontaktiert zu werden und freuen sich darauf von der Firma zu hören.
Personalisierung
Desweiteren bezieht sich die Werbebotschaft immer auf die jeweilige Person. Somit fühlt sich der potenzielle Endverbraucher direkt angesprochen.
Relevanz
Außerdem wird die Vermarktung immer auf relevante Produkte und Dienstleistungen abgestimmt, welche den Verbraucher dementsprechend interessieren.
Fazit
Der Erfolg von Erlaubnismarketing liegt darin, dass diese Form der Werbung eine kostenlose Dienstleistung für den Endverbraucher darstellt. Wie zu Beginn in dem Zitat von Godin erwähnt wird durch gehaltvolles Permission-Marketing eine Vertrauenseben zwischen dem potentiellen Kunden und dem Unternehmen aufgebaut. Hierbei gewinnt das Internet an einer immer höheren Bedeutung.
Beispielfirmen die von Permission-Marketing gebrauch machenAmazon.com
Lidl
Tchibo
American Express
AOL
Holmes Place
IBM
Quellen
Godin, S. (2001): Permission Marketing, Kunden wollen wählen können, deutsche Erstauflage, Finanz Buch Verlag, München.
Schwarz, T. (2005): Leitfaden Permission Marketing, Werbung die ankommt, marketing-BÖRSE.
Becker, C. (2007): Darf es etwas Werbung sein? Permission Marketing- Werbung mit Erlaubnis: Grundlagen, Anwendung sowie vor- und Nachteile des Permission Marketing, GRIN Verlag, Mainz.
Förster, A., Kreuz, P. (2006): Marketing-trends: Innovative Konzepte für ihren Markterfolg, 2. Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden.
Hildebrandt, T. (2008): Marketingkurs acht und neun, Dr. T. Hildebrandt, Swisttal.
Verfasser: Stephanie Schwabe (HM06C) 2008