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Point of Sale (PoS) (engl.) - Verkaufsort (de.) 

Der Point of Sale (PoS) bezeichnet den Ort innerhalb eines Geschäftes,an dem ein Gut in den physischen Besitz eines Konsumenten übergeht.

Aus  Konsumentensicht ist der PoS die Stelle, an dem er ein Produkt erwerben kann, aus der Sicht des Händlers entspricht der PoS dem Ort des Verkaufs.

Nicht zu verwechseln ist der PoS mit dem Point of Purchase (PoP). Der Point of Purchase bezeichnet die Einkaufstätte oder sogar den gesamten Einkaufsbereich wie z.B. ein Einkaufszentrum, in dem ein Produkt erworben wurde. (Katalog E, S. 108.)

Der PoS ist demnach der Ort des Warenangebots, an dem der Kunde unmittelbaren Kontakt mit der Ware hat. Deshalb wird am PoS auch gezielt versucht, die Kunden mittels Verkaufsförderungsmaßnahmen anzusprechen und dadurch zu Impulskäufen zu verleiten.

 

Marketing am PoS

Das Marketing am Point of Sale umfasst alle Marketingaktivitäten die zum Zeitpunkt des Zusammentreffens des Kunden mit dem Produkt wirksam werden. Beispiele hierfür sind Fußbodenwerbung (Floor-Graphics), Displays, Deckenanhänger, Ladenradio etc. Diese Maßnahmen sind Bestandteil des klassischen Marketing-Mix aus Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik. Die Gesamtheit aller werblichen Maßnahmen am oder im Point of Sale wird als PoS-Werbung bezeichnet. (Katalog E, S. 84.) Ziel einer Marketing-Strategie am PoS ist es beim Verbraucher Emotionen auszulösen, die in einem Kaufreiz und letztendlich in einer Kaufentscheidung münden. 

 

Weitere Begriffsdefinitionen

Verkaufsterminals (Verkaufsautomaten) wie z.B. Fahrkarten-, Ticket- und Briefmarkenautomaten sowie Fototerminals können ebenfalls als Point of Sale bezeichnet werden.

Die interaktiven Terminals führen den Benutzer über Menüs, mit Hilfe von Touchscreens oder Tastaturen durch das Angebot. Gegen Bezahlung gibt die Maschine dann die Ware an den Konsumenten heraus.

 

Der Point of Sale kann im Handel und im Bankwesen allerdings auch den Zahlungsort bezeichnen, an dem PoS-Systeme eingesetzt werden, bzw. PoS-Banking durchgeführt wird. Darunter versteht man das bargeldlose Zahlungsverfahren mittels ec-, Kredit- oder Kundenkarte. Grundlage hierfür ist ein PoS-Terminal (Kassenterminal) im Kassenbereich über das der beleg- und bargeldlose, kartengesteuerte Zahlungsvorgang abgewickelt wird. Das Terminal ist hierbei für die Weitergabe der Zahlungsdaten verantwortlich. Es gibt verschiedene PoS-Systeme die hier eingesetzt werden können, zum einen das Electronic-Cash-System, das elektronische Lastschriftverfahren sowie das PoZ-Verfahren. Diese Verfahren unterscheiden sich über ihre Echtheits-, Sperr- und Zahlungsprüfung. (weitere Information)

 

Bedeutung für E-Commerce

Durch die ansteigende Verbreitung des E-Business verlagert sich der Point of Sale. Die Bereitschaft im Versandhandel und über Internetshops einzukaufen wächst stetig an und somit liegt der POS nicht mehr nur im stationären Handel, sondern verlagert sich immer häufiger nach Hause oder an den Arbeitsplatz. Wo aber ist der Point of Sale im Internet? Das Internet ist auch ein Verkaufsraum, indem Verkäufe stattfinden, also ein Point of Sale. Es entsteht ein virtueller Point of Sale, bei dem weder das Produkt, noch der Konsument physikalisch anwesend sind.

Durch diese Verlagerung des PoS muss sich auch das PoS-Marketing dem virtuellen Markt und dem E-Business anpassen. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Homepage und Sites eines Internetshops zu richten. Denn ob der PoS sich nun in einem realen Raum im Handel oder am eigenen PC Zuhause befindet, hier wird der Kampf um den Kunden ausgetragen und somit muss hier der Kunde angesprochen werden.

 

 

Quellen:

http://lexikon.meyers.de/wissen/POS-Systeme+(Sachartikel), zugegriffen am 08.11.2008

Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (Hrsg.): Katalog E, Definitionen zu Handel und Distribution – Elektronische Fassung, 5. Ausgabe, Köln 2006.

Gabler-Verlage (Hrsg.):Gabler Wirtschaftslexikon, 15. Aufl., Wiesbaden 2000.