1. Notwendige Begrifflichkeiten
1.1. Shop
Shop [ʃɔp; englisch, von mittelniederdeutsch schoppe »Schuppen«] der, -s/-s, Laden, Geschäft.[1]
1.2. Software
Software ['sɔftweə, englisch »weiche Ware«] die, jede immaterielle Komponente eines Computersystems, im Gegensatz zur »greifbaren« Hardware. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung Software meist nur auf Programme bezogen, nicht aber auf andere Daten. Nach ihrem Einsatzzweck unterteilt man Software in Systemsoftware, die für das korrekte Funktionieren des Computers selbst erforderlich ist (hierzu gehört insbesondere das Betriebssystem), und Anwendungssoftware, die den Benutzer bei der Erledigung seiner eigentlichen Aufgaben unterstützt.[2]
1.3. Open Source
Open-Source-Software [əʊpən sɔ:s 'sɔftweə; englisch »quelloffene Software«], Informatik: Software, deren Quellcode frei zugänglich ist und von allen Benutzern nach ihren Bedürfnissen angepasst, verändert und weiterverbreitet werden darf. Hinter diesem Konzept steht das Bestreben, durch einen beschleunigten Entwicklungsprozess sowie eine schnellere Fehlerbehebung bessere und stabilere Software zu erhalten. Häufig wird Open-Source-Software auch als freie Software bezeichnet, was mitunter zu dem Missverständnis führt, »frei« mit »kostenlos« gleichzusetzen. Auch Anbieter kommerzieller Software stellen im Rahmen unterschiedlicher Marketingkonzepte kostenlose Versionen ihrer Produkte zur Verfügung (Shareware), jedoch ohne den zugehörigen Quellcode.
Anders als Public-Domain-Software ist Open-Source-Software lizenzrechtlich geschützt. Allerdings gibt es keine einheitliche Open-Source-Lizenz, sondern eine Reihe verschiedener Lizenzmodelle, die sich u. a. hinsichtlich der kommerziellen Verwertbarkeit durch den Programmierer unterscheiden. Durch die 1998 gegründete Open-Source-Initiative sind klare Richtlinien für Open-Source-Lizenzen vorgegeben. Erfolgreiche Beispiele für Open-Source-Software sind das Betriebssystem Linux und der weltweit am häufigsten eingesetzte Webserver Apache, dessen Entwicklung von der Apache Software Foundation koordiniert wird.[3]
2. Was ist Shopsoftware?
Als Shopsoftware wird eine Anwendungssoftware bezeichnet zur Abwicklung digitaler Geschäfte im Rahmen des eCommerce. Die Software wird auf einem Webserver mit Datenbank implementiert.
3. Hardwareanforderungen
Die Shopsoftware benötigt einen Webserver mit integriertem Datenbanksystem (wie bspw. My-SQL, MS-SQL, Oracle usw.). Folgende Systemanforderungen sind als Beispiel zu verstehen, da diese je nach Anbieter variieren können:
· mind. 50MB Webspace
· mind. PHP 4.1.3
· MySQL Datenbank
· GDlib 2+, gzip, smtp/sendmail/mail
Im Normalfall erfüllen fast alle Server diese Voraussetzungen oder übertreffen diese sogar.
4. Aufbau
Im Regelfall unterliegt die Shopsoftware einem modularem Aufbau und besteht aus einem Basisprogramm, welches individuell je nach Bedürfnis durch Zusatzmodule erweitert werden kann. Im Basisprogramm sind die Standardfunktionen der Software enthalt:
· Verwaltung der Artikel mit Eigenschaften und Preis
· Bestandsanzeige und Lieferzeit
· Aktion und Sonderpreise
· Empfehlungsliste
· Produktbewertung
· Produktsuche
· Kundenverwaltung
· Kundenlogin-Verwaltung
· Vers. Zahlungsarten
· Zahlungsziele und Gesamtrabatt
· Versandkostenberechnung
· Versandstati
· Rechnungsstellung
· Administration
· Datenexporte
· Sicherheit durch SSL-Zertifikate
Weiterhin kann je nach Software Anbieter das Standardprogramm mittels diverser Zusatzmodule erweitert werden. Diese könnten bspw. Premiumpakete, Newsletter, Mahnwesen, individuelle Schnittstellen und viele mehr sein.
5. Welche Auswahlkriterien sind zu beachten?
- Kundennutzen - Welchen Mehrwert können die Unternehmen durch den Shop ihrem Kunden bieten?
- Kundenanalyse -Wie können Erkenntnisse über die Kunden gewonnen werden?
- Integrationsfähigkeit - Wie bestehende betriebswirtschaftliche Systeme eingebunden?
- Administrationsfähigkeit - Wie einfach und flexibel lässt sich das System gestalten?
- Zukunftssicherheit - Wie zukunftssicher sind die getätigten Investitionen, die weit über die Softwareanschaffung hinausgehen?
- Rentabilität - Wie teuer ist die Lösung im Sinne von Total Cost of Ownership?
6. Schnittstellen
Moderne Shopsoftware sollte zudem über eine Anbindung an das im Unternehmen vorhandene WWS- und ERP-System bieten, um eine Eingliederung bzw. Interaktion zwischen der Neusoftware und Bestandssoftware zu garantieren. Durch diese reibungslose Interaktion zwischen den unterschiedlichen Softwaresystemen kann bspw. der Lagerbestand oder die Kundendatenbank des Unternehmens immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
7. Welche Programme gibt es?
Im Anschluss sind einige Shopsoftwaresysteme aufgelistet, wobei im Internet eine Vielzahl unterschiedlicher Programme vorhanden wird.
- GS-Shop, http://sage-small-business.de/
- STRATO Business-Shops, http://www.strato.de/
- ePages, http://www.epages.com/
8. Lieratur
- Michael Merz: E " Commerce und E " Business, Marktmodelle, Anwendungen und Technologien, 2., aktualisierte und erw. Auflage, Heidelberg 2002, S. 403 " 420.
- Wikipedia, Elektronischer Handel in :http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronischer_Handel, zugegriffen am 18.11.2008.
[1] Meyers Lexikon online (2008)
http://lexikon.meyers.de/beosearch/permlink.action?pageId=48311577&version=4
[2] Meyers Lexikon online (2008)
http://lexikon.meyers.de/beosearch/permlink.action?pageId=48321598&version=1
[3] Meyers Lexikon online (2008)