Druckversion

Das Google einen Großteil seines Umsatzes mit Anzeigenschaltung verdient ist kein Geheimnis. Das Flagschiff Google Adwords bringt dem Suchmaschinenbeitreiber jährlich Milliarden in die eigene Kasse. Das ist nicht verwunderlich, handelt es sich hier doch um eine win-win Situation: Dienstleister und vor allem Online Shops können auf eine relativ transparente und flexible Art und Weise Besucher auf Ihre Seite bringen und Umsätze generieren.

Da ein Großteil der Anzeigen wie erwähnt durch Online Shops geschaltet werden ist es verwunderlich, dass Google für das Such-Werbenetzwerk so lange auf eine Direkteinblendung von Produkten verzichtet hat. Doch beleuchtet man die Situation näher, liegt der Grund dafür nicht bei fehlendem Interesse. 

Google Shopping hat eine facettenreiche Vergangenheit hinter sich und hat bereits unter den Namen Google Base und Froogle versucht, Marktführer Amazon Anteile abzuknüpfen. Mit Einführung des Merchant Centers ist Google jetzt auf dem besten Wege dahin. Einen optimierten Shopping Feed vorausgesetzt ließ sich mit den kostenlosen Shopping Einblendungen, die Google vor allem im Jahr 2012 ausgefahren hat, eine Menge kostenloser Traffic generieren.

Es ist daher nicht erstaunlich, dass kleine wie renommierte Online Shops den Aufwand nicht gescheut haben, Ihre Datenexports an Googles Anforderungen anzupassen und dem Suchgiganten Ihre Produkte zur Verfügung zu stellen.

Parallel zu den kostenlosen Einblendungen ließ sich das Merchant Center zusätzlich mit Google Adwords verknüpfen, um über sogenannte Product Listing Ads (PLA) und Product Extensions auch kostenpflichtige Produktanzeigen einzublenden.

Der nächste Schritt war nur eine Frage der Zeit, und eben diese war in diesem Jahr gekommen. Nachdem Google eine kritische Maße an qualitativ hochwertigen Produktdaten erreicht hat passierten zwei Dinge:

 

  1. Die Anforderungen an die Datenqualität wurde weiter gesteigert
  2. Es folgte eine Veröffentlichung, dass kostenlose Einblendungen über Google Shopping zukünftig nicht mehr vorkommen werden

 

Die Kommerzialisierung erfolgte konsequent und in einem ordentlichen Tempo und ist inzwischen (Stand Januar 2015) so gut wie abgeschlossen. Die Möglichkeiten innerhalb von Adwords Produkte zu bewerben steigt erheblich, Google geht offiziell auf Konfrontationskurs mit Online Shops und Shopping Portalen. Eine Entwicklung, die jeder Shopbetreiber für sich berücksichtigen sollte. Die kompetente Beratung im Shopmarketing ist deshalb ratsam, erfolgversprechend und rentabel.