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Ökonometrie

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Ökonometrie?
  2. Geschichte der Ökonometrie
  3. Econometric Society
  4. Ökonometrische Anwendungen
  5. Praxisbeispiele
  6. Fazit

Was ist Ökonometrie?

Ökonometrie ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das die Wirtschaftstheorie aufgrund von statistischen Daten graphisch darstellt, umso wirtschaftliche Größen zu bestimmen oder  wirtschaftstheoretischen Hypothesen und Prognosen zu überprüfen.

Ökonometrie 

Geschichte der Ökonometrie

Der Begriff Ökonometrie wurde in den 1930ern von Ragnar Frisch und Joseph Schumpeter erfunden, was am Ende in der Gründung der „Econometric Society“  und in der Herausgabe des Journals „Econometrica“ kulminierte.

Econometric Society

Die Econometric Society wurde 1930 von Ragnar Frisch und Irving Fisher gegründet mit der Zielsetzung aufgrund von wirtschaftsstatischen Daten eine Synthese zwischen der Realität und den Modellen der Wirtschaftswissenschaften zu schaffen. Dies war ein Versuch die, wie auch schon in den Arbeiten von A. Cournot und anderen Wirtschaftswissenschaftlern erwähnte Suche nach der Synthese zu koordinieren und zu systematisieren.

Bis heute stellt die Economic Society mit Publikationen in „Econometrica“, „Quantitative Economics“ und „Theoretical Economics“, eine der wichtigsten wirtschaftswissenschaftlichen Gruppierungen der Welt dar, die 58 der 67 Wirtschaftsnobelpreisträger hervorbrachte.

Ökonometrische Anwendungen

In der Ökonometrie unterscheidet man zwischen Einzelgleichungen und Modellen.

Einzelgleichungsschätzungen ermitteln nur einzelne Zusammenhänge wie zum Beispiel die Konsumfunktion (als Fragestellung: Inwiefern verändert die Änderung des gesamtwirtschaftlichen Einkommens den Konsum?) oder die Investitionsfunktion (als Fragestellung: Welche Auswirkungen haben sich verändernde Zinsen auf die Anzahl und Geldsumme von Investitionen?).

Hierbei steht die zu erklärende Variable C, die endogene Variable (der Konsum) auf der linken Seite des Gleichheitszeichens und die erklärenden Variablen Caut, die exogenen Variablen (autonomer Konsum) und C’Y (Konsumquote) auf der rechten Seite.

Konsumfunktion

 

Ökonometrische Modelle werden aus Schätzgleichungen und Definitionsgleichungen gebildet. Das bedeutet, Gleichungen wie die Konsumfunktion werden durch ökonometrische Verfahren wie die Regressionsanalyse (einzelne Gleichungen werden isoliert betrachtet und die vorkommenden Parameter durch die Methode der kleinsten Quadrate geschätzt) geschätzt. Die Schätzgleichungen werden durch wirtschaftstheoretische Hypothesen spezifiziert (z.B. dass der Konsum sich durch Zu- oder Abnahme des Einkommens verändert). Definitionsgleichungen werden wiederum nicht geschätzt, sie beruhen auf festen, empirisch bewiesenen Zusammenhängen zwischen verschiedenen Merkmalen.

 

Der Unterschied zwischen Modell Einzelgleichungen besteht darin, dass endogene Variablen im Modell auch als erklärende Variable benutzt werden und dass es exogene Variable gibt die niemals vollkommen erklärt werden.

 

ökonometrisches Modell 

Die Übertragbarkeit der Ökonomischen Modelle hängt von Anzahl der exogenen und endogenen Variablen ab. Besteht ein Modell aus vielen exogenen Variablen, so spricht man von einer hohen Bedingtheit, ergo lässt es sich nur für bestimmte „wirtschaftliche Situationen“ anwenden. Besteht ein Modell aus vielen endogenen, sich gegenseitig erklärenden Variablen, so spricht man von einer geringen Bedingtheit, was eine weitergefächerte Übertragbarkeit bedeutet.

Zu beachten ist in der Ökonometrie besonders, dass einige Variablen nicht ohne weiteres in  Formeln übertragbar sind. Um diese müssen Modelle und Einzelgleichen nachträglich ergänzt werden, durch eine Addition oder Multiplikation.

Praxisbeispiele

Die Ökonometrie wird vorwiegend in der Volkswirtschaftslehre und in der Betriebswirtschaftslehre eingesetzt.

Beispiele für die Einsetzbarkeit der Ökonometrie:

-In Deutschland wird halbjährig die Gemeinschaftsanalyse ausgearbeitet. Hierbei handelt es sich um eine Konjunkturanalyse oder –prognose, die die Lage und Entwicklung der deutsche Wirtschaft und der Weltwirtschaft darstellen. Hierbei wird auch immer ein ökonometrisches Modell beigefügt.

-1939 wurden von J. Tinbergen im Auftrag des Völkerbundes die Konjunkturschwankungen von 1919-1932 in den USA untersucht. Dies führte zu einigen Diskussion, die in veränderten Varianten der Methode der kleinsten Quadrate endeten.

Fazit

Aufgrund der teilweise unüberblickbaren Struktur von Ökonomischen Formeln und Gleichungen und der daraus entstehenden Zahlen, bietet die Ökonometrie einen guten Einblick in die Strukturen, die diese Daten darstellen sollen. Es ist optimal um diese Daten Nicht-Ökonomen zu erklären und um die statistischen Daten in der Synthese mit ökonomischen Hypothesen darzustellen.

Ökonometrischen Modelle bilden eine feste Situation ab, bestehend aus einer Hypothese und statistischen Daten. Verändern sich jedoch die Variablen so muss das Modell angepasst werden da es ansonsten nicht mehr aussagekräftig sein könnte.

Final ist zu sagen, dass auch wenn die Ökonometrie sehr situationsbezogen ist, ist sie doch die bisher beste Möglichkeit einen festen Einblick in die Ökonomie und ökonomische Zusammenhänge zu gewinnen.

Literaturverzeichnis

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96konometrie

http://de.wikipedia.org/wiki/Econometric_Society

 http://www.econometricsociety.org/