Ursprünglich: Spiced pork and meat (engl.) = gewürztes Schinkenfleisch und Schinken (dt.)
In der Internetsprache umgedeutet in: send phenomenal amounts of mail (engl.) = Versenden von enormen Mengen von E-Mail (dt.)
Als Spam werden massenhafte, unerwünschte und häufig mit kommerziellen Absichten versandte Nachrichten in Form von E-Mails, SMS, Blog- und Forenbeiträgen bezeichnet.
Häufig nutzen dubiose Unternehmen dieses Mittel um Werbebotschaften über das Internet zu verbreiten. Für die Absender ist das Versenden von Spam sehr lukrativ, da sie mit einem geringen technischen und finanziellen Aufwand ein großes Publikum erreichen können. Auf die schädigende Wirkung auf das Image des Unternehmens wird dabei zum Teil keine Rücksicht genommen.Es wird davon ausgegangen, dass Spam ca. 50-80% des weltweiten E-Mail-Verkehrs ausmacht (www.kaspersky.de, zugegriffen am 20.02.2007).
Wortursprung:
Seinen Ursprung hat der Begriff Spam in einem Sketch von Monty Python, der 1970 (“Monty Python’s Flying Circus“ Episode 2.12) ausgestrahlt wurde. Ein Paar sitzt in einem Lokal und fragt nach den Speisen. Die Kellnerin zählt alle Speisen auf. „Well, there's egg and bacon; egg sausage and bacon; egg and spam; egg bacon and spam; egg bacon sausage and spam; spam bacon sausage and spam; spam egg spam spam bacon and spam; spam sausage spam spam bacon spam tomato and spam.“ (www.spamterminator.it, zugegriffen am 12.02.2007) Als der Gast ein Gericht ohne Spam bestellen möchte, empfiehlt die Kellnerin ein Gericht mit wenig Spam zu nehmen. Gleichzeitig fallen die im Lokal sitzenden Wikinger in einen Lobgesang auf Spam ein und die Situation gleitet ins Chaos. Ingesamt wird der Begriff Spam über 100-mal gebraucht und tritt ebenfalls im Abspann auf. „Produced by […] BBC Spam TV.“ (www.google.video.de, zugegriffen am 12.02.2007)
Auswirkungen von SPAM auf die Wirtschaft
Die Auswirkungen von Spam auf die Wirtschaft sind enorm. Ein einfaches Rechenbeispiel verdeutlicht, wie viel Arbeitszeit ein Unternehmen allein für die Bearbeitung von Spam benötigt. Angenommen ein Arbeitnehmer braucht für das Empfangen, Erkennen und Löschen einer Spam E-Mail 30 Sekunden und erhält täglich 20 Spam E-Mails, dann werden in einem Monat 1 Stunde und 40 Minuten benötigt um Spam E-Mails auszusortieren und zu löschen. Bei einem Unternehmen von 500 Mitarbeitern sind es über 34 Tage, die benötigen werden um alle Spam E-Mails zu löschen.Der jährliche Schaden der weltweit durch Spam entsteht, wird auf ca. 39 Milliarden Euro (2005) geschätzt (vgl. www.focus.de ).
Gesetzgebung und Schutzmaßnahmen
Um die Filtermaßnahmen für User und Antivirenprogramme zu erleichtern, wurde am 01.03.2007 das Gesetz über die Nutzung von Telediensten (TDG) erweitert. Demnach ist das Verschleiern und Unterschlagen von Absenderadressen eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann laut §12 TDG mit einer Geldstrafe von 50.000,00 € geahndet werden (vgl. www.bundesrecht.juris.de, zugegriffen am 12.02.2007). Diese Strafe wird von den Absendern jedoch in Kauf genommen, da sie nur einen kleinen Bruchteil der erzielten Gewinne ausmacht. E-Mail und Viren Programme, wie Outlook und AntiVir, können Spam nicht hinreichend filtern. Grund dafür sind die Adressenwechsel der Absender. Die oben beschrieben Programme können nur ihnen bekannt Adresse blockieren. Daher genügt eine Änderung der Adresse schon um die Barriere der Programme zu überwinden. Auch werden Filtermaßnahmen umgangen indem beispielsweise absichtlich Schreibfehler in die Betreffzeile eingebaut werden (z. B. V1ag8a statt Viagra) oder Grafiken benutzt werden, deren Inhalt durch Software nicht geprüft werden kann. Aus diesem Grund raten Verbraucherzentralen dazu, E-Mailadressen so wenig wie möglich preiszugeben, um so die Wahrscheinlichkeit zu verringern auf die Listen der Absender zu gelangen.
Links:
Kompendium | E-Mail | Monty Python | unerwünschte Nachrichten