E-Commerce (engl.) „Elektronischer Handel (de.)“

Begriff  

E-Commerce als Teil des E-Business beinhaltet im näheren Sinne die  digitale Anbahnung, Aushandlung und/oder Abwicklung von Transaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten“. Es ist sozusagen eine neue Form der Geschäftsbeziehung, bei der über das neue Kommunikations- und Distributionskanal „Internet“ eine Handels-/Dienstleisterbeziehung zwischen Anbieter und Abnehmer abgewickelt wird. Im weiteren Sinne ist jede Art von geschäftlicher Transaktion gemeint, bei der die Akteure im Rahmen von Leistungsanbahnung, -vereinbarung oder -erbringung elektronische Kommunikationstechniken verwenden.Eine einheitliche Definition liegt jedoch aufgrund der vielen Einsatzgebiete des E-Commerce nicht vor.  

Einsatzmöglichkeiten E-Commerce

 Der elektronische Handel lässt sich nach Art der Akteure differenzieren:

Einsatzmöglichkeiten E-Commerce

C2C: Es bezeichnet den direkten Handel zwischen Privatpersonen, deren Kontakt durch Makler oder durch Auktionsseiten wie www.ebay.de entstehen. B2C: Damit ist der Bestell-/Verkaufprozess von Güter und Dienstleistungen eines Anbieters (Produzent, Händler) gegenüber einer großen, wechselnden Zahl von Kunden gemeint. Beispiele wären Online- Shops.

A2C: Dabei haben die Kunden bzw. Bürger über die Internetverbindung Zugang zur öffentlichen Verwaltung. Beispiele hierfür wäre die elektronische Steuererklärung, die Vermittlung von Arbeitssuchenden oder die Durchführung von elektronischen Wahlen.

C2B: Beispiele wären Jobbörsen mit Anzeigen von Arbeitssuchenden wie in www.monster.de. 

B2B: Bezeichnet den Handel zwischen Unternehmen. Beispielhaft: Bestellung eines Unternehmens bei einem Zulieferer per EDI.

A2B:Das A2B umfasst die Beschaffungsprozesse öffentlicher Institutionen im Internet.

C2A: Das C2A Business liegt vor, wenn z.B. eine Steuerabwicklung von Privatpersonen erfolgt (Einkommenssteuer).

B2A: Es ist geprägt durch Interaktionen zwischen Institutionen und Unternehmen. Dies ist der Fall bei Steuerabwicklung von Unternehmen (Umsatzsteuer, Körperschaftssteuer...) oder bei öffentlichen Ausschreibungen.

A2A: Das A2A Business beinhaltet zum Beispiel Transaktionen zwischen öffentlichen Institutionen im In- und Ausland, jedoch ist es unüblich.

Gründe für das Wachstum des E-Commerce

Es gibt viele Studien wie die Forrester- Studie, die eine enorme Wachstumssteigerung des E-Commerce vorhersagen.Denn E-Commerce bietet viele Vorteile, die es zu einem attraktiven Medium machen.Beispiele: 

  • Flexibilität des neuen Vertriebskanals gegenüber den traditionellen Vertriebskanälen (Anbieterseite)
  • Senkung der Transaktionskosten
  • Neue Kommunikation mit den Kunden
  • Umsatzerhöhung
  • Vereinfachung der Geschäftsprozesse
  • Verzicht auf Intermediäre 

Erfolgfaktoren eines guten E-Commerce- Auftritts

Viele Unternehmen möchten aufgrund der guten Prognosen einen Online- Shop errichten, um neues Kundenpotenzial zu erschließen. Nur wer sich durch anerkannten Mehrwert von der Konkurrenz unterscheidet, hat eine Chance. Folgende Faktoren sind wichtig:

 

·         Professionelle Gestaltung (Corporate Identity, einfache Navigation, Usability)

·         Aktualität

·         Interaktion( Nutzung zur kontinuierlichen Marktforschung, um Geschäft optimal auf die Kundenwünsche anzupassen)

·         Online- Marketing (Vom Push zu Pull- Marketing)

·         Kundenbindung ( After- Sales Betreuung durch Shop-Betreiber durch Support Foren oder Newsletter)

·         Preisstabilität/-transparenz

·         Datensicherheit

 

Um den Anforderungen zu entsprechen, muss eine eingehende Planung gemacht werden. Hierfür ist ein Marketing-Plan nützlich, der folgendes festlegen sollte:

 

·         Corporate Identity

·         Zieldefinition

·         Zielgruppen

·         Marktnische

·         Unique Selling Proposition (USP)

·         Marketinginstrumente

·         Budget

  

Quellen:

Altenburg, T.: Chancen und Risiken des E-Commerce für KMU, in: http://www.uni-leipzig.de/sept/downloads/SWP09_Altenburg_download.pdf,  zugegriffen am 22.06.2007. 

Somm, F.: Elektronischer Handel: Zahlen, Fakten, Trends, in: Klietmann, M. (Hrsg.): Kunden im E-Commerce- Verbraucherprofile, Vertriebstechniken, Vertrauensmanagement, Düsseldorf, 2001. 

Abers, S.: eCommerce- Einstieg, Strategie und Umsetzung im Unternehmen,3.Auflage, Frankfurt am Main, 2001.  o.A.: Elektronischer Handel, in: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronischer_Handel , zugegriffen am 22.06.2007. 

Knab, S.: eCommerce, Seminar Internetsicherheit, in: http://www.informatik.uni-hamburg.de/SVS/teaching/ws2004-05/seminar/eCommerce.pdf, zugegriffen am 22.06.2007. 

o.A.: E-Commerce, in: http://www.aifb.uni-karlsruhe.de/Lehre/Sommer2007/AI_II/unterlagen/Kap.1.Einleitung.4s.pdf,  zugegriffen am 22.06.2007.

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