Online-Banking                                                                                 Online-Banking, eine Art des Electronic-Banking, ist mittlerweile ein häufig genutzter Dienst im Internet. Unter Online-Banking versteht man den direkten Zugriff auf den Bankrechner. Der Zugriff erfolgt über eine Internetverbindung oder Direkteinwahl bei der Bank per Datenfernübertragung.Ein Kunde kann Bankgeschäfte mit beliebigen Kreditinstituten abwickeln. T-Online war einer der ersten Homebanking-Anbieter doch heute gibt es eine Vielzahl von Anbietern, manche bieten sogar nur die Möglichkeit des Online-Bankings an.                                                                                                      Beim Online-Banking gibt es zwei verschieden Verfahren. Erstens das Browserbasierte Internetbanking über die Website der Bank. Weiterhin ist ein Verfahren des Online-Bankings die Verwendung eines Clientprogramms (siehe unten), mit dem zunächst offline, also ohne Onlineverbindung, die Transaktionen vorbereitet werden. Danach wird eine Onlineverbindung aufgebaut um die gesammelten Transaktionen gemeinsam zu übertragen.                                                                                          Beide Verfahren werden anschließend mit einer elektronischen Unterschrift bestätigt. Um diese elektronische Unterschrift zu leisten gibt es in Deutschland die folgenden Methoden:                                                                          
  • PIN/TAN Verfahren: Hier werden bestimmte Transaktionsnummern (TAN) bei jedem Transaktionsvorgang erfragt und müssen vom Anwender der TAN-Liste entnommen und eingegeben werden, dem sogenannten „iTAN Verfahren“. Das „i“ steht hier für indiziert.  Sie ist eine Ergänzung zum reinen PIN (Personal Identification Number) des Anwenders. Alternativ hierzu haben manche Anbieter das TAC (Transaktionscode)-Verfahren eingeführt, bei dem ein Einmalcode per SMS versand wird[1].                                                          
  • Homebanking Computer Interface (HBCI): oder auch Financial Transaction Services, beides mit Legitimation per Chipkarte oder Schlüsseldiskette.Auf dieser Chipkarte sind Name, Bankleitzahl und Kontonummer und der private Schlüssel des Anwenders zu finden, mit dem alle Daten, die über die Internet-Leitungen gesendet werden, verschlüsselt werden. Die Schlüsseldaten werden auf der Chipkarte selbst verarbeitet und verlassen deswegen die Karte nicht. Der Zugang zur Karte ist durch eine 6stellige PIN geschützt, die der Kunde selbst wählt.                                                                     
  • File Transfer and Access Management (FTAM): Hier erfolgt eine Direkteinwahl zum Bankrechner über ISDN oder DATEX-P. Diese Methode wird vorwiegend von Unternehmen und nicht von Privatkunden genutzt. Es ist hilfreich wegen der direkten Weiterverarbeitbarkeit der Daten.                                           
  • Banking Communication Standard (BCS): BCS ist identisch mit FTAM. Es erfolgt eine Datenfernübertragung und BCS wird meist von Unternehmen genutzt.                                                      
  • Electronic Banking Internet Communication Standard (EBICS): EBICS ist eine Erweiterung des BCS. Es soll  zum 1. Januar 2008 flächendeckend als Multibankenstandard für das Online-Banking Geschäft mit Firmenkunden verpflichtend eingeführt werden. Nach einer Übergangsphase löst EBICS das ursprüngliche FTAM und BCS Verfahren ab.                                                                         
  Die Clientprogramme, die Online-Banking ermöglichen sind in Deutschland die folgenden:                                                                           
  • T-Online Banking                                                                       
  • WISO Mein Geld                                                                         
  • Quicken                                                                                    
  • StarMoney                                                                                  
  • GnuCash                                                                                                   

International werden unterschiedliche Clientprogramme angeboten und jede Bank hat ihre speziellen Leistungsmerkmale.                                                                                                                Online-Banking bietet mittlerweile eine Vielzahl an Leistungen an, die in den Filialen der Banken ebenso angeboten werden. Leistungsmerkmale des Online-Bankings sind:     

  • Abfragen von Depot-, Kontostand- und Kontoumsatz

  • Kontoauszüge

  • Ueberweisungen ins In- und Ausland sowie Terminueberweisungen

  • Lastschriften
  • Daueraufträge einrichten und löschen
  • Bestellen von schecks und Vordrucken
  • Wertpapiergeschäfte
  • Informationen anfordern

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Bei der Anwendung der Online-Banking Leistungen sind vorhandene internationale Normen, Standards und Verfahren zu berücksichtigen die für Geldtransaktionen gelten.                                                                                                                                                                               Der Dienst des Online-Bankings ist relativ sicher, da der Datentransfer auf besonders geschützten Leitungen zwischen dem Anwender und der Bank erfolgt. Dazu werden Signatur- und Verschlüsselungsverfahren eingesetzt.Mit Browsern werden die Daten während des Internet-Bankings mit dem SHTTP-Protokoll verschlüsselt übertragen. SHTTP steht für Secure-HTTP. Eine HTTP-Variante, die auch als "sicheres HTTP" bekannt ist. Auch beim Online-Banking also beginnt die URL der Bank mit "https://". Allerdings erscheint beim Online-Banking unten links ein Schloss-Symbol.                                                                                                 

Ein Signatur- und Verschlüsselungsverfahren ist das RSA-Verfahren. RSA steht für „Rivest, Shamir und Adleman“, die dieses Verfahren zur Verschlüsselung von Daten entwickelt haben. Hierbei wird der Schlüssel aus zwei großen Primzahlen errechnet. Zur Identifikation wird eine Chipkarte eingesetzt (siehe HBCI).

                                                                                                               Eine weitere Sicherungsmethode ist beim browserbasiertem Internetbanking via SSL. SSL steht für „Secure Sockets Layer“ und ist ein Netzwerkprotokoll zur sicheren Übertragung von Daten bei der Nutzung des Internets.                                                                                                             

Weiterhin bieten die heutigen browserbasierten Online-Banking Systeme ausgefeilte Sicherheitssysteme gegen Phishing oder auch Pharming, das heißt gegen den Versuch, über das Internet an die Daten des Anwenders zu gelangen, indem dieser seine Daten in einer Nachahmung der Website eintragen soll. Die URL wird richtig dargestellt, obwohl sich der Anwender auf einer falschen Seite befindet.                                       

                                                                                                     

Ein zusätzlicher Schutz ist ein aktiver Virenschutz sowie eine Firewall auf dem Computer des Anwenders, den ein Nutzer des Online-Bankings auf jeden Fall verwenden sollte. Zusätzlicher Schutz ist es, wenn der Anwender online Transaktionen an einem „sicheren“ PC durchführt und nicht in Internet- Cafés oder von Viren befallenen PCs[2].                      

                                                                                                                                                                               Die Anwendung von Online-Banking hat in den letzten Jahren eine steigende Tendenz.  Die Anzahl der Online-Konten ist von 15 % im Jahr 2000 auf 35% im Jahr 2006 gestiegen[3].Auch in der Zukunft werden die Anteile des Online-Bankings steigen, da die Banken die Möglichkeit des Online-Bankings besser vermarkten wollen und manche Banken nur noch Online-Dienste anbieten. Ebenso  kümmern sich die Banken verstärkt um die Erhöhung der Sicherheitsstandards. Somit lösen sich bei Vielen Verbrauchern die letzten Sicherheitsbedenken. Weiterhin werden Bonusprogramme angeboten um Kunden zu locken[4].                                                                                                                                          
[1] Vgl. http://www.konsument.at/konsumentmedia/files/Spa%C3%9F%20im%20Internet_118-123.pdf 
[2] Vgl. http://www.bankenverband.de 
[3] Vgl. http://www.bankenverband.de/pic/artikelpic/112007/ta0711_pr_onlinekonten.pdf 
[4] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Electronic_Banking 
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