Was ist Google Checkout?

Übersetzt man das Wort Checkout ins Deutsche, so wird schnell klar, worum es sich bei Google Checkout handelt: eine virtuelle Kasse.Google Checkout ist der Online-Bezahldienst von Google, der den Verkaufsvorgang vereinfachen und Käufer und Verkäufer Sicherheiten bieten soll, jedoch hat sich Google Checkout seit der Einführung in den USA am 28 Juni 2006 noch nicht so etabliert, wie Google es sich vorgestellt hat.Seit dem 13. April 2007 kann Google Checkout auch in Großbritannien genutzt werden, was als Meilenstein zur Erschließung Europas angesehen wurde. In Deutschland kann Google Checkout bislang nur als Käufer, nicht aber als Verkäufer benutzt werden, es sei denn der Verkäufer besitzt eine Niederlassung in den USA oder in Großbritannien. Mit seinem Bezahldienst, versucht Google, den Kreis zu schließen:     

Suchen, Finden, Kaufen

Wie funktioniert Google Checkout für den Käufer?

Um Google Checkout benutzen zu können, muss sich der potentielle Käufer zunächst registrieren. E-Mail, Nummer und Gültigkeit der Kreditkarte, Name und Anschrift sowie Telefonnummer sind Pflichteingaben. Hat sich der User einmal registriert, kann er bei jedem Händler, der Google Checkout akzeptiert, auch darüber zahlen. Dadurch muss der Nutzer sich nicht bei jedem Online-Shop, bei dem er etwas kaufen möchte erneut anmelden, sondern kann mit einer Anmeldung bei Google Checkout viele Online-Shops nutzen und bequem bezahlen. Für die Benutzung des Service muss der Käufer nicht zahlen. Mit der Bezahllösung ist außerdem ein Bewertungssystem verbunden, in dem der Kunde seine Kauferfahrungen hinterlassen kann. 

Wie funktioniert Google Checkout für den Verkäufer?

Um Google Checkout nutzen zu können, muss der Verkäufer ein Konto eröffnen. Prinzipiell gibt es dann drei Möglichkeiten, Google Checkout als Bezahlsystem zu integrieren:
  1. Hat der Verkäufer nur ein Produkt im Angebot, so kann er durch das Kopieren eines Codes das Checkout-Symbol auf seiner Internetplattform einfügen. Diese Variante funktioniert wie ein Link und kann nur genutzt werden, wenn man kein Warenkorb-System benötigt.
  2. Eine Integration durch einen E-Commerce Partner von Google, wie Volusion, Miva oder    X-Cart. Diese sind große Shop-Software Anbieter, die eine einfache Integration ermöglichen
  3. Eine Integration über ein so genanntes Application Programming Interface (API). Dies ist eine Schnittstelle, die die Anbindung vorhandener Shop-Software ermöglicht.

Vorteile für den Verkäufer sind die einfache Integration, die hohe Bekanntheit der Marke Google, ein integriertes Sicherheits- und Garantiesystem und weitere Features, wie z.B. die Ausgabe von Coupons. Die Kosten für die Nutzung des Bezahlsystems liegen bei zwei Prozent der Transaktionssumme zuzüglich 20 US-Cent pro Transaktion. 

Warum Google Checkout?

Neben dem oben genannten Kreis, den Google mit seinem Bezahlsystem schließen will, gibt es noch andere Gründe für Google Checkout. Es ist eng mit dem Werbedienst Google AdWords verbunden, der 99 Prozent des Umsatzes von Google ausmacht. So kann ein Verkäufer in seiner Anzeige signalisieren, dass er Google Checkout akzeptiert, um dadurch seine Konversionsrate zu erhöhen. Darüber hinaus bietet Google Rabatte an, wenn ein Kauf mit Google Checkout durch AdWords generiert wurde. Für jeden Werbedollar darf ein Händler über Checkout Einkäufe im Wert von zehn Dollar provisionsfrei abwickeln.Ein weiterer Hauptgrund ist die Konkurrenz zu Pay Pal. Vor allem durch den Zusammenschluss von Yahoo, ebay und Pay Pal, war Google gezwungen dem etwas entgegenzusetzen. Google Checkout versucht Pay Pal, dem führenden Bezahlsytem, durch günstigere Transaktionskosten zu konkurrieren. So nimmt Pay Pal 1,9 Prozent der Transaktionssumme (Google Checkout: 2 Prozent) zuzüglich 30 US-Cent pro Transaktion (Google Checkout: 20 US-Cent). Damit ist Google Checkout bei Einkäufen unter 100 Dollar für den Verkäufer billiger.Neben Pay Pal wird auch Amazon, der größte Einzelhändler im Netz, angegriffen. Ihm konkurriert Google Checkout vor allem dort, wo Kunden noch nicht an Amazon gebunden sind und über Suchmaschinen ein Produkt suchen.

Schließlich ist Checkout für Google besonders interessant, weil Google jetzt in der Lage ist, das Shoppingverhalten der Kunden zu analysieren und für sich zu nutzen. Solche Informationen bedeuten einen erheblichen Mehrwert für ein Unternehmen wie Google.

 
Quellen:

http://checkout.google.com

http://www.internetworld.de

http://www.online-marketing-praxis.de

http://www.tagesschau.de

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