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Rahmen der Ökonomie

Sozialer Rahmen

Die Ökonomie entsteht nicht aus sich selbst und sie entwickelt sich auch nicht ohne einen Anstoß von außen, d. h. von der Gesellschaft oder der Kultur. In der abendländischen Kultur sind es vor allem Naturwissenschaften und Technik, die der ökonomischen Betätigung neue Potenziale eröffnen.

Erst mit der Verwendung werden aus technischen Innovationen die Güter der Endnachfrage oder der industriellen Vorleistung.

Theoriebildung

In der Ökonomie und allgemein in den Sozialwissenschaften werden die Wirkungen oder Ergebnisse eines Geschehens beobachtet und man vermutet dahinter eine oder verschiedene Ursachen. Das lässt keine experimentelle Vorgehensweise zu, sondern allenfalls eine beobachtende. Die Experimente in der Ökonomie müssen sehr viele einschränkende Annahmen machen (ceteris paribus Klausel). Damit ist die praktische Anwendbarkeit der Ergebnisse unmöglich, oder nur als eine ganz grobe Näherung an die Wirklichkeit zu verstehen. Die Erklärungen und Prognosen über zukünftige Entwicklungen haben eher den Charakter von Wettervorhersagen.

Beim Schluss von der Wirkung auf die Ursache ist immer größte Vorsicht geboten. Das gilt konkret bei der quantitativen Auswertung ökonomischer Größen (Ökonometrie). Sie gibt allenfalls einen Hinweis darauf, welche Themen einer näheren Analyse bedürfen. Zur Ergründung wirklicher Ursachen ist die Datenanalyse untauglich.

Alle Beschreibungen der Wirtschaftslehre enthalten nur a posteriori Aussagen. Ökonomie ist empirisch gefundene Erkenntnis in der reinen Form und schließt damit eher an die Wissenschaftslehre Francis Bacons an. Die von ihm postulierte phenomenologische Analyse bezog sich zwar auf die induktive Theoriebildung in den Naturwissenschaften. Sie ist aber ebenso ein Muster für den Erkenntnisgewinn in der Ökonomie. Im strengen Sinne einer Kant’schen Definition der Erkenntnis ist die Beschäftigung mit den Wirtschaftssubjekten und ihren Aktionen keine Wissenschaft sondern eine implizite Ethik.

Skripte zum Download

Sozialer Rahmen

Theoriebildung in der Volkswirtschaftslehre

 

Präsentationen

Rahmen und Politik

 

 

 

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