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Damit sich ein Unternehmen optimal im Web präsentieren kann, muss es dem Zielpublikum interessante Inhalte bieten und diese über verschiedene Kanäle zur Verfügung stellen. Um dieses Zeil zu erreichen wurde das Web Content Managment System entwickelt.

Das Web Content Management System ist eine Software, die die Verwaltung und Erstellung digitaler Daten mit dem Schwerpunkt auf das Medium Internet unterstützt. Mit einem WCMS werden Daten verwaltet, organisiert, kontrolliert und erstellt. (Vgl.: http://www.cyres.de)

Dabei werden der Inhalt und die Darstellung konsequent voneinander getrennt, so dass auch Mitarbeiter ohne HTML-Kenntnisse am Publikationsprozess beteiligt werden können. (Metzler, Web Content Management, 2003)

Häufig wird der Begriff Content Management System synonym für WCMS verwendet, wodurch jedoch eine Einschränkung vorgenommen wurde. Das WCMS konzentriert sich nur auf die Veröffentlichung von Inhalten für das Internet, wohingegen das Content Management auch Formate für andere Medien einschließt (bspw.: Print oder Radio) und sich mit dem Dokumentenmanagement beschäftigt. (http://www.jdk.de )

Im Zusammenhang mit dem WCMS wird der Content als Inhalt bezeichnet. Dieser besteht wiederum aus einzelnen Elementen, den digitalen Assets. Diese sind sozusagen einzelne Inhalts-Bausteine.

Der Content Life Cycle beschreibt den Ablauf, den ein Asset oder eine gesamte Seite von der Idee bis zur Löschung während eines typischen Publikationsprozesses durchläuft. Das Web Content Managment System hat dabei die Aufgabe den Content Life Cycle zu unterstützen. 

 

Abbildung 1: Content Life Cycle 

In Abbildung 1 wird der Content Life Cycle dargestellt. Zuerst wird, nach sorgfältiger Recherche, der Content mithilfe der dazu benötigten Werkzeuge erstellt.Als nächstes wird der Content kontrolliert, was vor allem der Qualitätssicherung dient und somit einen sehr wichtigen Teil des Content Life Cycles ausmacht. Die Kontrolle kann mehrere Stufen enthalten. Fällt sie einmal negativ aus, wird der Content mit entsprechenden Anmerkungen an den Ersteller zurückgegeben, bis die Freigabe erfolgen kann.

Die letztendliche Freigabe sollte nun von einer höheren Instanz vorgenommen werden. Dann kann die Publikation erfolgen, wobei die getesteten und freigegebenen Inhalte nun dem Publikum über Inter-, Intra- oder Extranet zugänglich gemacht werden. Abgelaufene Inhalte werden größtenteils durch eine interne Archivierung von der Website genommen. (Vgl.: Metzler, Web Content Management System, 2003)

Abschließend lässt sich sagen, dass der Anspruch an ein WCMS nun darin bestehen sollte, in allen Abschnitten des Content Life Cycle Automatismen zu bieten und diese im System abzubilden. (http://www.contentmanager.de )

Das Web Content Management System ist vor allem für den Einsatz auf den drei möglichen Webplattformen – Internet, Intranet und Extranet – geeignet. Es werden jedoch unterschiedliche Anforderungen an das System gestellt.

Im Internet werden viele unterschiedliche Inhalte dargestellt, da die Unternehmen das Bestreben haben das Interesse des Endverbrauchers zu wecken und sie an sich zu binden. Des Weiteren ist es wichtig auf die Performance des Systems zu achten, da für viele Anwender ein langsamer Seitenaufbau bspw. der Homepage, ein Grund ist der Website auf Dauer fernzubleiben. Damit dies nicht geschieht wird mit WCMS der Inhalt komprimiert, um eine optimale Ladezeit der Website zu gewährleisten sowie eine optisch ansprechende Produktgestaltung zu ermöglichen.

Für die Verbesserung des geschäftsinternen Wissenstransfers, nahm man sich ein Beispiel am Internet und übertrug diese Technologie auf die Unternehmen. Dabei sind die Vorteile neben einer einheitlichen und vertrauten Benutzeroberfläche, dass die Mitarbeiter dezentral auf benötigte Informationen und Anwendungen zugreifen können.

Bei der Auswahl eines WCMS ist es wichtig, auf die notwendigen Schnittstellenkonfigurationen (Konfiguration = Einstellung) zu achten. Da es sich bei den Inhalten oft um vertrauliche Daten handelt, wird das Intranet nicht nur häufig innerhalb eines gesonderten Netzwerkes installiert, sondern das WCMS muss die Definition und Umsetzung spezifischer Sicherheitskonzepte unterstützen. Als Einstiegsseite in Intranets werden häufig personalisierbare Portale verwendet.

Die Aufgabe des Extranets besteht darin, interne Informationen für externe Partner zur Verfügung zu stellen, um die Zusammenarbeit zu optimieren. Das WCMS ist hier vor allem vorteilhaft bei der Darstellung unstrukturierter Informationen, die in einen Kontext eingebunden und somit besser erklärt werden. (Vgl.: Metzler, Web Content Management System, 2003)

Das zentrale Konzept von WCMS beruht in der Regel darauf den Inhalt und Layout einer Seite zu trennen, im Idealfall auch noch die Struktur von der Funktionalität. Damit ist die Voraussetzung für die sinnvolle Speicherung und Mehrfachverwendung von Content sowie die Grundlage für arbeitsteilige Publikationsprozesse geschaffen.

Die Umsetzung erfolgt, indem die „Content-Lieferanten“ (Grafike, Webpublisher) die erstellten Inhalte über ein vereinfachtes Interface eingeben, welches nur eingeschränkte Formatierungen ermöglicht.

Damit die bereitgestellten Inhalte entsprechend ansprechend und einheitlich im Web dargestellt werden, werden sie in verschiedene Typen, wie Artikel, Fotoshow, Teaser (In der Werbesprache ein Anreißer, der zum Weiterlesen, -hören, -sehen, -klicken verlocken soll) usw. unterteilt und für jede Kategorie wir ein Template (Eine Art „Gerüst“, das einen Teil des Inhaltes oder der Gestaltung des Dokumentes vorgibt. Durch Einsetzen der fehlenden Bestandteile wird die Vorlage zu einem vollständigen Dokument ergänzt) programmiert.

Das WCMS setzt dann alle Komponenten zu einer Website zusammen.

In Abbildung 2 ist dieser Prozess des WCMS dargestellt.

Abbildung 2: Trennung von Inhalt und Darstellung

Vorteile des WCMS

Der Vorteil des WCMS liegt darin, dass, im Gegensatz zu statischen Systemen bei denen die Websites nur rein von technisch versierten Mitarbeitern (z.B. Webmaster) gepflegt werden können, dynamische Websites die Möglichkeit bieten, auch nicht-technische Mitarbeiter als Autoren einzubinden. Diese Alternativen sollten, neben dem Content Life Cycle auch einen kompletten Publishingprozess, an dem sich mehrere Personen beteiligen, vollständig realisieren können. Mit Hilfe bestimmter Skriptsprachen und Datenbanken können die einzelnen "Lebensphasen" der Inhalte aufgebaut werden und auch eine zielgruppengerechte Darstellung der Inhalte erreicht werden. (http://www.jdk.de)

Nachteil des WCMS

Durch die Festlegung des Layouts wird zum Einen eine (gewollte) Einheitlichkeit der Interseite erreicht, zum Anderen aber wiederum ein sehr starres, möglicherweise unflexibles Gerüst angelegt. Freiräume in der individuellen Gestaltung sind oft nur wenig vorhanden. (www.christian-pansch.de)

Vor allem in den letzten Jahren entwickelte sich das Web Content Management System (WCMS) zu einem gefragten Gebiet innerhalb der IT-Branche. Viele Unternehmen und Einrichtungen erkannten die Wichtigkeit von Inhalten für ihren eigenen Erfolg. Mit der Entwicklung immer neuerer Medienformate wird auch dieser Markt in Zukunft eine große Bedeutung haben. Mit dem Handy und dem mobilen Internet stehen zwei Anwendungen bereit, für die in Zukunft Inhalte wohl noch besser zugeschnitten werden. Für Unternehmen ist es wichtig, ihre Kunden in allen Medien zu erreichen und einzelne Anwender nicht auszuschließen, was, aufgrund der kommenden Komplexität, einen großen Stellenwert einnehmen wird.

Eine professionelle Internetseite ist ohne gutes Web Content Management - organisatorisch wie technisch - praktisch nicht zu realisieren. (http://www.jdk.de)

 

Quellenverzeichnis

Büchner, H,/Zschau, O./Traub, D./Zahradka, R.: Web Content Management – Websites professionell betreiben, Bonn, 2000.

Contentmanager, das Content Management Portal: http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_5_der_content_life_cycle.html, zugegriffen am 20.05.2010

Content Management System – CyRes: http://www.cyres.de/cms-grundlagen/cms-definition/web-content-management-system.htm, zugegriffen am 17.05.2010

JDK, das Portal für Dokumentenmanagement: http://www.jdk.de/de/cms/wcm-cms-web-content-management/was-ist-wcm-cms.html, zugegriffen am 17.05.2010

Metzler, S.: Web Content Management System – Konzepte, Architekturen und Anwendungsbereiche; GRIN; Norderstedt, 2003.

Webdesign und TYPO3 aus dem Norden: http://www.christian-pansch.de/mein-wissen/rund-um-typo3-und-content-management-systeme/definition-content-management-system/, zugegriffen am 17.05.2010