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  Wikipedia - Online Enzyklopädie  

 Abbildung 1: Wikipedia Logo 

Abbildung: Wikipedia Logo

Wikipedia ist eine freie Online Enzyklopädie.

Das Wort Enzyklopädie [frz. Encylopédia < mlat. Encyclopaedia] stammt aus der französischen Sprache und bedeutet so viel wie, die (Grund)lehre aller Wissenschaften und Künste.

Der Name der Online Enzyklopädie Wikipedia, ist eine Kombination aus zwei Wörtern. Der erste Teil des Begriffs, ´Wiki´ stammt aus der hawaiianischen Sprache und hat die Beudeutung „schnell“. Der andere Teil des Wortes, ist „pedia“ und findet seine Herkunft, aus der englischen Bezeichnung für Enzyklopädie (engl. Encyclopedia).

Allgemeines zu Wikipedia

Die Kernidee der Online Enzyklopädie, ist der kostenlose Austausch von wissenschaftlich, geschichtlich und biographisch relevanten Artikeln. Die Website basiert auf einem Wiki System und die Verfasser der hochgeladenen Werke sind bekannte oder anonyme Autoren. Jeder User kann einen Artikel kostenlos verfassen, verändern und anschauen. Dementsprechend hat die Enzyklopädie keinen wirtschaftlichen Hintergrund.

Sie lebt von den Einträgen der vielen verschiedenen internationalen Autoren. Es werden täglich immer wieder neue Werke hochgeladen oder alte Artikel verändert und optimiert. Insgesamt hat die deutsche Hauptseite von Wikipedia eine Klickrate von 963.794,00 Klicks pro Tag und ist damit auf Platz 6, der am häufigsten geklickten Websites in Deutschland.

Geschichte von Wikipedia

Wikipedia wurde im Januar 2001, von Jimmy Wales und Larry Sanger gegründet. Der Eigentümer der Website ist die Wikimedia Foundation Inc., welche Ihren Sitz in San Francisco, California hat. Wikimedia ist eine Non-Profit-Organisation und wird ausschließlich von Spenden finanziert, da sie keinen kommerziellen Hintergrund hat. Dennoch hat die Website mittlerweile einen Wert von mehreren Milliarden Dollar.

Die englischsprachige Website der Online Enzyklopädie wurde am 15.Januar 2001 das erste Mal online gestellt. Heutzutage ist Wikipedia weltweit in rund 260 Sprachen verfügbar und hat einen Umfang von über 13 Millionen Artikeln. Die meisten Werke sind jedoch in englischer Sprache verfasst (3 Millionen Artikel). Der deutschsprachige Wikipedia Sektor enthält knapp über eine Millionen Berichte.

Ursprünglich wurde Wikipedia als „Spaß Projekt“ (Jimmy Wales, 18.Januar 2010) ins Leben gerufen und ist die Nachfolger Online Enzyklopädie von Nupedia. Nupedia wurde im März 2000 von den beiden Gründern von Wikipedia erstellt. Das Projekt Nupedia wurde von der Internet Firma Bomis (welche ein Online Anbieter für Foren ist) finanziert. Aufgrund der enormen Popularität von Wikipedia, wurde das Projekt Nupedia jedoch verdrängt und endete im September 2003.

Konzept von Wikipedia

Das wichtigste an der Online Enzyklopädie Wikipedia ist, dass die Artikel von einem weltweiten Autorenkollektiv gemeinschaftlich erstellt werden. In diesem Sinne lebt die Website von der Interaktion der vielen verschiedenen Autoren, die kostenlos ihr Wissen in Form eines Artikels zur Verfügung stellen. Jeder individuelle Internetnutzer kann einen Wikipedia Eintrag erstellen, bearbeiten und verändern. Weltweit zählt Wikipedia eine Gemeinschaft von 1.016.000 (Stand: 31. Oktober 2009) angemeldeten Usern. Die Inhalte der freien Enzyklopädie stehen unter der GNU – Lizenz für freie Dokumentation.

Die Bedeutung von GNU liegt darin, dass wenn ein Urheber einen Artikel unter dieser Lizenz online stellt, dann hat jede andere Person ein Nutzungsrecht an diesem Werk. Die Lizenz gestattet, dass eine andere Person ein Werk verändern, vervielfältigen und verbreiten kann. Das Problem darin liegt, dass man die Genauigkeit von Wikipedia Einträgen schwer bestimmen kann. Dies erklärt auch die oft geäußerte Kritik gegenüber der Online Enzyklopädie.

Kritik an Wikipedia

Den Gründern von Wikipedia wird häufig vorgeworfen, dass Wikipedia ungenau und nicht akkurat sein soll. Denn nicht alle Berichte und Artikel die veröffentlicht werden, sind wissenschaftlich und fachlich korrekt und weisen teilweise auch Fehler auf. Aus diesem Grund wird Wikipedia auch zu vandalistischen Zwecken missbraucht. Es werden teilweise falsche oder ungenaue Fakten in Artikeln eingefügt und fallen erst nach einiger Zeit auf.

Es gibt jedoch auch Studien, die das Gegenteil behaupten. Im Jahr 2005 hat zum Beispiel die wissenschaftliche Zeitung, Nature Magazine, einen Vergleich von Wikipedia und der Encyclopaedia Britannica durchgeführt. Bei einem Vergleich der Artikel untereinander wurde festgestellt, dass Wikipedia annähernd akkurat ist, wie die weltweit anerkannte Encyclopaedia Britannica.

Wikipedia im Vergleich zu andere Enzyklopädien

Der Begriff Enzyklopädie tauchte zum ersten Mal im 16.Jahrhundert auf und ist zurückzuführen auf den Druck von wissenschaftlichen Texten. Die bekannteste deutsche Enzyklopädie ist der Brockhaus und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Mittlerweile gibt es mehrere Enzyklopädien und viele überarbeitete Versionen von älteren Enzyklopädien. Es sind jedoch alles gedruckte Versionen, die täglich an Aktualität verlieren.

Der Vorteil von Wikipedia hingegen ist die Aktualität. Da die Online Enzyklopädie zu jeder Zeit erneuert werden kann. Nachteilig im Vergleich zu anderen Enzyklopädien ist jedoch der Anteil an unqualifizierten Autoren.

 
Ausgedruckte Wikipedia Version

Foto: Eine ausgedruckte Version von 0,1 % der englischen Wikipedia Einträge

Bedeutung von Wikipedia für den E-Commerce

Wikipedia hat im deduktiven Sinne nichts direkt mit dem klassischen E-Commerce (det. Elektronischer Handel) zu tun, trotzdem besteht ein indirekter Zusammenhang. Der klassische E-Commerce hat einen monetären Hintergrund. Wikipedia ist hingegen ein Non-Profit-Projekt. Dennoch lässt sich die Enzyklopädie als ein Handel bezeichnen. Da auf der Website ein Handel von Artikeln, Berichten und Wissen stattfindet.

Die Artikel werden zwar nicht direkt zwischen den verschiedenen Autoren gehandelt, dennoch bietet die Enzyklopädie eine große Plattform für viele verschiedene Werke von internationalen Autoren. Jeder Verfasser eines Wikipedia Eintrages lässt andere Personen von seinem Wissen profitieren, er profitiert jedoch auch von dem Wissen der anderen Autoren.

In diesem Sinne entsteht ein Wissensaustausch, beziehungsweise ein Wissenshandel. Dieser Wissenshandel findet auf elektronischer Basis, statt. Aus diesem Grund könnte man Wikipedia als eine elektronische Handelsplattform von wissenschaftlichen, geschichtlichen und biographischen Artikeln, bezeichnen. Demnach, besteht eine Vernetzung zum E-Commerce.

Außerdem ist noch wichtig, dass durch Wikipedia die Frequenz, beziehungsweise der Traffic von Usern auf anderen Websites erhöht werden kann. Dies geschieht dadurch, dass bei Einträgen häufig andere Websites, verlinkt werden (durch Hyperlinks). Durch diese Links landen die verschiedenen Benutzer von Wikipedia schnell auf anderen Websites.

Wikipedia, ein mögliches Profit-Unternehmen?

Wikipedia lebt nur von Spenden und nicht etwa aufgrund von Einnahmen aus Werbungen auf der eigenen Website, für andere Unternehmen. Diese Art von Online Werbung wird bei vielen anderen Bekannten Websites, des Web 2.0, wie zum Beispiel Facebook oder StudiVZ durchgeführt. Dennoch könnte Wikipedia enorme Einnahmen erzielen. Ein Beispiel wäre, dass Wikipedia für bestimmte Artikel, Geld verlangen würde. Dies ist natürlich nicht der Sinn der gemeinnützigen Online Enzyklopädie, dennoch wäre es eine Möglichkeit, Wikipedia zu erweitern.

Aufgrund der Popularität von Wikipedia, wäre es als realistisch, dass Autoren für spezielle Artikel zahlen würden. Große Unternehmen, wie zum Beispiel Nike, Adidas oder Louis Vuitton haben alle einen Wikipedia Eintrag. Dieser wurde jedoch von anonymen Autoren erfasst und ist nicht immer qualitativ hochwertig geschrieben worden und kann Fehler oder ungewünschte Themen enthalten. Dementsprechend würde die Möglichkeit bestehen, dass die Unternehmen Geld dafür zahlen würden, damit sie den Wikipedia Eintrag über ihre eigene Marke selber gestalten würden. Da Wikipedia jedoch ein gemeinnütziges Projekt ist, wäre es unwahrscheinlich das solche Einnahmequellen in Betracht gezogen würden.

Quellen:

Holger Dambeck – Spielge Online (2006): Wikipedia Gründer fordert Wikipedia heraus  http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,442989,00.html/ (01.06.2010)

Eric Qualman – Socialnomics (2010): Statistics Show Social Media Is Bigger Than You Think http://socialnomics.net/2009/08/11/statistics-show-social-media-is-bigger-than-you-think/ (01.06.2010)

Katja Rieger – Spiegel Online (2004): “Ich weiß etwas, was du nicht weiß…” http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,287730,00.html/ (02.06.20010)

Jim Giles – Nature Magazine Online (2005): Special Report Internet encyclopaedias go head to head http://www.nature.com/nature/journal/v438/n7070/full/438900a.html/ (30.05.2010)

Wikipedia Eintrag (2009): Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia/ (31.05.2010)

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