Unternehmen

Das fundamentale Beschäftigungsfeld des Unternehmens ist die Produktion. Sie wird ökonomisch in der Produktionstheorie besprochen. Dort werden die technisch-physikalischen Zusammenhänge zwischen dem Einsatz von Faktoren und der Ausbringung von Produkten untersucht.

Zentrale Fragen der Produktionstheorie sind nun: Welche Ausbringungsmenge lässt sich maximal bei Variation des Faktoreinsatzes erzielen?

Oder zunächst einfacher: Welche alternativen Inputs bringen denselben Output hervor? Den Zusammenhang beschreibt die Produktionsfunktion. Sie beschreibt die Mengenebene des Unternehmens.

In der elementaren Analyse des Verhaltens eines Unternehmers formalisieren wir die Mengenoptimierungen des Unternehmens im Rahmen seiner Produktionsmöglichkeiten.

  • Produktivität (Grenzproduktivität)
  • Skalenerträge
  • Kostenminimierung (Substitution)
  • Produktionsfunktion
  • Elastizitäten

Wie der Haushalt hat auch das Unternehmen eine Zielfunktion und eine ökonomisch interpretierbare Verhaltensfunktion – eine Produktionsfunktion. Die weiteren Lerninhalte zielen auf die Erklärung der gesamtwirtschaftlichen Substitution von Arbeit durch Kapital, die teilweise auch mit dem Schlagwort der „Dienstleistungsgesellschaft“ belegt wird.

Der Kapitalstock hat sich von 1960 bis 1995 ungefähr vervierfacht, während die Zahl der Beschäftigten nur um ein Viertel gewachsen ist. Die Arbeit hat sich in Deutschland sehr viel stärker verteuert, als der Preis des Kapitals. Wenn die Lohnerhöhungen über die Grenzproduktivität der Arbeit steigen, führen sie zu einer Substitution der Arbeit durch Kapital.

Im ökonomischen Erklärungsmodell haben die Unternehmen gemäß der Kostenminimierungsregel das Faktoreinsatzverhältnis zu Lasten der Arbeit verschoben. Das Das Erklärungsmodell ist stark vereinfacht. So fehlt zum Beispiel der Einfluss des technischen Fortschritts oder der Außenwirtschaft und anderer Rahmenbedingungen.

Wir wählen zur Erläuterung der Substitution ein praxisnahes, modernes Beispiel aus dem Marketing im Internet.

Die Produktionsfunktion beschreibt die Abhängigkeit des Outputs von der Menge des Faktoreinsatzes. Das Kostenbudget wird aus den Erträgen des Unternehmens hergeleitet. Es begrenzt die Ausgaben für die Einsatzfaktoren. Die Verbindung der Zielfunktion mit dem begrenzenden Kostenbudget wird über die Minimalkostenkombination hergestellt. Das besprechen wir nach einem Diskurs zu den Rahmenbedingungen der Unternehmen.

Nach einer ersten Übersicht zur Produktionstheorie mit Skalenerträgen, Substitutionen und Minimierungsvorschriften sind die strukturellen Entsprechungen zwischen Haushalten und Unternehmen offensichtlich.


Lernziele:

Sie lernen die Entsprechungen der Verhaltensfunktionen für Haushalte und Unternehmen kennen – Nutzenfunktion und Produktionsfunktion. Unter allen restringierenden Bedingungen beschreiben die Verhaltensfunktionen die Handlungsweisen der Marktpartner.

Der Trend zur Dienstleistungsgesellschaft lässt sich unter der Annahme gesamtwirtschaftlicher Substitutionen erklären. Führt dieser Trend zu einem unvermeidlichen Bestand an Arbeitslosen oder ist die strukturell determinierte Arbeitslosigkeit nur ein temporäres Phänomen?

Beim Unternehmen hat der Skalenfaktor ganz wesentliche Auswirkungen auf die Produktivität und damit auch die Rentabilität. Der Skalenfaktor kann steigen, fallen oder konstant gleich 1 bleiben – zumindest in der Theorie.

Sie lernen verschiedene Reaktionen der Haushalte auf Preisänderungen und Einkommensänderungen kennen. Die Stärke der Reaktion wird mit der sogenannten „Elastizität“ gemessen. Je nach der Reaktion werden Güter in verschiedene Klassen eingeteilt und mit Begriffen belegt.


Kontrollfragen:

Wie ist eine Produktionsfunktion zur Beschreibung unternehmerischen Verhaltens aufgebaut?

Was bedeuten die Werte ><= 1 für den Skalenfaktor?
Erläutern Sie drei Gründe nach denen der Skalenertrag eines Unternehmens steigt.

Warum werden Einsatzfaktoren oder Vorleistungen substituiert?

Welches Vorzeichen hat die Kreuzpreiselastizität bei komplementären Einsatzfaktoren?

Das Skript ist in "Lehre der Ökonomie.PDF" integriert. Unten sehen Sie die PPT und die Excel-Modelle.

Anhang

Größe

Grenzertrag Shopmarketing II.xls 101 KB
Mengenoptimierung Shopmarketing.xls 78 KB
Minimalmengenkombination.pdf 555.59 KB
Teil 4 - Verhaltensfunktion Unternehmen 2.3.ppt 2.3 MB